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Buch-Beschreibung
Kommunitarismus in einer alternden Gesellschaft
Neue Lebensentwürfe Älterer in einer alternden Gesellschaft

EUR  24,90
CHF  43,70
von Ingrid Zundel
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Verfügbarkeit:  sofort lieferbar
Kategorie(n):   Politik - Psychologie - Sozialpsychologie / Politische Psychologie - Sozialwissenschaften - Entwicklungssoziologie / Sozialer Wandel - Sozialarbeit - Stadtsoziologie - Familiensoziologie
ISBN:  3825506029
Broschur - 200 Seiten
Erscheinungstermin:  19.12.2005 / 1. Auflage
Dieses Buch gehört der Buch-Reihe Münchner Studien zur Kultur- und Sozialpsychologie an.
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Infotext:  
Künftiges Altern in Deutschland gehört wie die Arbeitslosigkeit zu den großen gesellschaftlichen Problemfeldern. Geringe Geburtsraten und eine immer höhere Lebenserwartung verschieben die Relation zwischen Erwerbstätigen und den über 60 Jahre alten Menschen bis Mitte des Jahrhunderts auf 1:2. Die finanzielle Absicherung und damit der Lebensstandard werden kontinuierlich absinken. Erfahrungsgemäß beflügeln Notzeiten die Phantasie, und so wird man sich auf Möglichkeiten besinnen, die den Menschen finanziell bestehen können. Es bieten sich heute bereits funktionierende Tauschsysteme an, die trotz steter Zunahme aber noch weitgehend ein Nischendasein führen. Das theoretische Gebäude des „Kommunitarismus“ bildet den Rahmen für „bürgerliches Engagement“ in Tauschsystemen. Es geht um ein Mehr an Verantwortung des Individuums und um ein weniger an Staat. Die Autorin befragt ihrem Buch Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, neue Lebensentwürfe im höheren Lebensalter zu erproben. Sie untersucht Tauschsysteme: Seniorengenossenschaften, Zeittauschbörsen und selbstorganisierte, meist intergenerative Wohnprojekte. Der empirische Teil der Arbeit kann vor allem schon heutigen Arbeitslosen (Zeitreichen, aber Geldarmen) mit den beschriebenen Zeittauschbörsen (es gibt derzeit über 200 in Deutschland) beistehen. Es werden in allen drei Projekten auch Probleme benannt, was bislang selten in der Literatur geschieht. Diese Arbeit soll ein Wegweiser für künftiges Altern darstellen: denn es gilt neue Rollen für das Alter zu finden! Zur Autorin: Die Soziologin Dr. Ingrid Zundel hat mit 65 Jahren ihr Zweitstudium nach der Berentung – sie war Referentin in der Hochschulplanung – mit dem Diplom der Psychologie, Schwerpunkt Gerontologie, abgeschlossen. Das Thema ihrer Diplomarbeit lautete: „Muster erfüllten Ruhestands“. 1996, im Alter von 66 Jahren, erfüllte sie einen Forschungsauftrag in den USA, an der University of Massachusetts in Boston, der ihr für ihre praktische, ehrenamtliche Arbeit auf dem Gebiet der Altenhilfe zusätzliche Erkenntnisse vermittelte, denn in den USA gehört „volunteering“ zu den Werten der Gesellschaft. 2004 promovierte sie mit der vorliegenden Arbeit an der Freien Universität Berlin.
Rezension:  
"Das Buch ist - für eine Dissertation durchaus nicht üblich - in einer erfreulich lesbaren und lebendigen Sprache verfasst ... Ingrid Zundel hat sich ... dem aktuellen und zukünftig wohl noch mehr an Bedeutung gewinnenden Thema des bürgerlichen Engagements im Alter gewidmet. Ihre qualitativen Interviews mit den 'Experten des eigenen Lebens' sind lesenswerte Momentaufnahmen aus dem Bereich des selbstorganisierten Lebens im Alter. Insofern ist dieses Buch auch für Studierende der Sozialen Arbeit eine Möglichkeit, Einblicke in die (geschilderte) Praxis von Seniorengenossenschaften, (Zeit-)Tauschbörsen und selbstorganisierten Wohnformen zu erlangen" (aus: socialnet.de, 2006: Die gesamte Rezension ist zu lesen unter: www.socialnet.de/rezensionen/3633.php). "Ingrid Zundel ist eine außergewöhnliche Frau, die sich unermüdlich gesellschaftlich und sozial engagiert hat, permanent weiter- und fortgebildet hat und nunmehr im schon vorgerückten Alter ein wichtiges Werk veröffentlicht hat. ... Die Thematik und inhaltliche Gestaltung ist für die Gestaltung unserer Zukunft so wichtig und aktuell, daß die dargelegten neuen Lebensläufe nicht nur Gerontologen, sondern auch Praktiker, Planer und Menschen aller Altersgruppen und sozialen Schichten interessieren und motivieren sollte, die ein sozial erfülltes Leben auch im Alter leben möchten. Künftiges Altern in Deutschland gehört wie die Massenarbeitslosigkeit zu den großen gesellschaftlichen Problemfeldern. Ingrid Zundel verfolgt mit ihrer Arbeit keinen geringeren Anspruch 'als ein(nen) Wegweiser für künftiges Altern dar(zu)stellen'. Es geht ihr um die Frage, was ältere Menschen tun können, um ihr Leben weitgehend unabhängig von staatlichen Leistungen zu gestalten, wenn in Zukunft die finanzielle Alterssicherung geringer ausfallen wird. ... Das Buch ist in einer erfreulich lesbaren und lebendigen Sprache verfaßt, was bei soziologischen Dissertationen durchaus nicht der Normalfall ist. Damit ist es auch für Laien gut zu verwerten. ... Es ist zu wünschen, daß viele Menschen, Junge und Alte und Menschen mittleren Alters, das Buch und seine Handlungsempfehlungen lesen und angesichts der Wirkungen und Folgen des demografischen Wandels, der Globalisierung und der weiterhin zunehmenden Individualisierung für die Gestaltung einer solidarischren Zukunft und zur Verbesserung der Lebensqualität nutzen." (Zeitschrift ZUKUENFTE, 2007)
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